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Landtag besucht WILDWALD VOSSWINKEL

21.10.2008

Umweltausschuss des Landtages informierte sich über die umwelt- und naturpädagogischen Angebote von Waldakademie Vosswinkel e.V. und Wildwald Vosswinkel.

"Wir haben uns seit langem auf diesen Tage gefreut", sagt Hauptgeschäftsführer und Mitinhaber des Wildwaldes Franziskus Frhr. von Ketteler in seiner Begrüßung der acht Abgeordneten. Der WILDWALD VOSSWINKEL stehe nach fast 40 Jahren vor riesigen Herausforderungen und da sei jede Unterstützung aus der Politik sehr willkommen, so der Freiherr weiter.

Die Gäste besichtigten zunächst die Besucheranlagen im Eingangsbereich des Freizeitparks. Anschließend folgten sie der Einladung von Martina Neumann, Betriebsleiterin des WILDWALD VOSSWINKEL, und ließen sich bei leichtem Nieselregen auf einem Treckerwagen durch den Lüerwald fahren. Nach einem kurzen Stopp an der großen Hirschwiese, wo die Abgeordneten Zeugen der ausklingenden Rothirschbrunft wurden, erhielten die Düsseldorfer Politiker an der Waldstation "Urwald" die Möglichkeit, den historischen Lüerwald aus nächster Nähe kennen zu lernen. Oberforstmeister Wolfgang Matenaers, im Forstbetrieb von Ketteler-Boeselager verantwortlich für den Bereich Forstwirtschaft, erläuterte den Abgeordneten die Besonderheiten des Waldes an dieser Stelle. Besonders interessant: Der "Urwald" wird seit ca. 35 Jahren forstlich nicht mehr bewirtschaftet, sondern ist sich selbst überlassen. "Das hat ein einzigartiges Ökosystem hervorgebracht", erklärte Matenaers seinen Düsseldorfer Gästen.

Im Seminarraum des WILDWALD VOSSWINKEL erhielten die Besucher dann die Gelegenheit, im Rahmen einer Präsentation mehr über die Arbeit von Wildwald und Waldakademie zu erfahren. Dabei ging es vor allem um die Themen Umweltbildung, Waldbau, Naturschutz und Jagd.

Zum Abschluss erläuterte Freiherr von Ketteler dann, dass sich der WILDWALD VOSSWINKEL nach wie vor in einer schwierigen Lage befindet. Wie alle anderen, privat betriebenen Umweltbildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen, erhält auch die Waldakademie Vosswinkel e.V. so gut wie keine öffentlichen Gelder. "Damit ist es noch viel schwieriger geworden, ein gutes Angebot aufrecht zu erhalten", erläuterte von Ketteler seinen Zuhörern. Nach dem Generationswechsel in Höllinghofen habe man sich deshalb fragen müssen, ob die beiden Einrichtungen, die derzeit noch von seiner Familie stark bezuschusst werden, weiter aufrecht erhalten werden können.

"Natürlich haben wir auch mit den Bürgermeistern über dieses Thema gesprochen", sagt Martina Neumann, Betriebsleiterin des Wildwaldes. Schließlich sei der Wildwald mit seinen mehr als 100.000 Besuchern jährlich eine wichtige Attraktion in der Region. Im Rahmen des von den Kommunen Wickede, Arnsberg und Menden durchgeführten ILEK sei dann unter anderem auch ein Konzept für die Fortführung und Sicherung der beiden Einrichtungen im Lüerwald erarbeitet worden. Ziel war es, die Finanzierung der Angebote langfristig zu sichern, und zwar ohne dass hierdurch Private Sponsoren oder die öffentliche Hand belastet werden.

Man habe sich schließlich darauf geeinigt, eine gemeinnützige Stiftung zu gründen. Dies ist auch im November 2007 erfolgt. Die "Lüerwald Stiftung" soll nun mit einem Vermögen von 5-6 Millionen Euro ausgestattet werden. Aus den Kapitalerträgen dieses Vermögens könne dann in Zukunft die gemeinnützige Arbeit im Lüerwald bezuschusst werden.

Besonders interessiert hat die Abgeordneten natürlich, wo das Stiftungsvermögen denn herkommen soll. Spätestens seit der Finanzkrise müsse schließlich jeder Euro 10mal umgedreht werden. Von Ketteler: "Die Finanzierung soll über die Vermarktung von Ökopunkten erfolgen. Unser Forstbetrieb könnte bis zu 3 Mio. Ökopunkte davon kostenlos zur Verfügung stellen."

Die Abgeordneten zeigten sich erfreut über die gute Perspektive für die Umweltbildungseinrichtung im Lüerwald. Marie-Luise Fasse, Vorsitzende des Ausschusses, bedankte sich im Namen aller Abgeordneten bei der Leitung des Wildwaldes für die Gastfreundschaft. Sie versprach, mit dem Ausschuss bald wieder zu kommen, um sich von den erwarteten Fortschritten überzeugen zu können.

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