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Netzwerkpartner blickt positiv in die Zukunft

14.10.2008

Westfälische Rundschau porträtiert Rademacher-Paletten

"Die Konjunkturaussichten für 2009 verschlechtern sich drastisch", prognostizierten gestern die Wirtschaftsforschungsinstitute in Berlin. Was heißt das eigentlich für die mittelständische Industrie in der Stadt? Die WR besuchte gestern exemplarisch ein boomendes Unternehmen vor Ort, sprach mit Jürgen Rademacher, Paletten-Hersteller (Rademacher-Paletten) im Niedereimerfeld 19, über seinen Betrieb und vor allem über die Zukunftsaussichten. In den letzten fünf Jahren wurden vier Millionen Euro in den Arnsberger Betrieb investiert. Seit dem Krisenjahr 1993, als der Chef schon mit dem Gedanken spielte, den Laden dicht zu machen, ging es mit neuen Ideen ständig bergauf. Während der Umsatz von etwa umgerechnet 700 000 Euro in 1994 auf 7 Millionen im vergangenen Jahr kletterte, stieg die Mitarbeiterzahl von vier auf 30." Und in den nächsten Jahren soll es weiter nach oben gehen, blickt Jürgen Rademacher verhalten optimistisch in die Zukunft.

Zurzeit werden im Niedereimerfeld 5000 Holzpaletten pro Tag produziert, geplant ist eine Kapazität von 8000. Das Gelände für die Expansion steht schon zur Verfügung - 4000 Quadratmeter. Da allerdings die Herstellung weitgehend automatisiert ist, werden wohl "nur" noch drei, vier Mitarbeiter zusätzlich für den logistischen Bereich eingestellt.

"Wir haben sehr gute Jahre hinter uns", sagt der Chef, der gerade seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, und ergänzt: "Ohne unsere Branche wäre Deutschland kein Exportweltmeister geworden".

Beim Transport von Wirtschaftsgütern komme es ganz besonders und vor allem immer mehr auf die Verpackung an - das A und O. Stimmt diese, ist der Kunde in aller Welt zufrieden. Kommt aber nur die Hälfte heile an, was bei fünf bis acht Zwischenstationen keine Seltenheit ist, dann gibt's großen Krach. Und deshalb müsste auch mit vielen Vorurteilen aufgeräumt werden, erläutert Rademacher.

Eins davon ist, "alles Holz, was man woanders nicht verarbeiten kann, ist für die Palettenproduktion geeignet". Ein anderes: "Palette ist gleich Palette". Nein: Ganz wichtig sei es, hochwertige Qualität zu liefern. Und: Die Palette muss zum Produkt passen.

Und weil sich Rademacher die "hohe Qualität" auf seine Fahnen geschrieben hat, ist ihm auch nicht bange vor der Zukunft.

Klar komme man nicht ungeschoren aus einer Wirtschaftskrise, dennoch sei man viel besser aufgestellt, als in früheren Jahren. "Unsere Branche hat sich stabilisiert". Deshalb glaubt er auch nicht an einen großen Personalabbau. Rademacher hat in all' den Jahren erkannt, dass es wichtig ist, sich auf ein Top-Produkt zu konzentrieren: In seinem Fall sind es die Paletten.

Die Abnehmer befinden sich alle im heimischen Raum bis zu einer Entfernung von 100 Kilometern. Und das ganz große Plus: Die Firma liefert für Cascades-Reno-de-Medici, ehemalige Feldmühle in Arnsberg, Paletten auf Bestellung in bis zu 1300 Größen.

Das Unglaubliche: Mit seinem eingespielten Team kann Rademacher oftmals schon eine dreiviertel Stunde nach der Order die maßgeschneiderten Paletten mit seinen drei eigenen Lkw ausliefern. Mittlerweile macht das Cascades-Geschäft 30 Prozent des gesamten Umsatzes aus.

Auf der anderen Seite ist die Firma aber auch bei den genormten Euro-Paletten (1,2 mal 0,8 Meter) hervorragend aufgestellt. Dennoch sagt der Chef zum Abschluss: "Die Individualität ist unsere Stärke".

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