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Ein Stück Neheim in jedem neuen Wald

18.09.2008

Erfindung aus Neheim macht Aufforstung nach Kyrill leichter

Martin Nolte rammt die Spitze des schmalen Spatens in den feuchten Boden. Er setzt den Fuß auf den Metallarm und tritt kräftig zu. Der Spaten sticht in den Boden wie Butter. Waldarbeiter Nolte bewegt den Spaten vor und zurück, zieht ihn heraus und tritt die Spitze zwanzig Zentimeter hinter dem ersten Loch ein zweites Mal in die Erde. Er zieht den Spaten zu sich heran - und durch den schon gelockerten Boden ist das zweite Loch umso größer. Martin Nolte versenkt die Wurzel einer kleinen Buche im Erdloch und tritt den Boden fest. "Den kann nichts mehr umhauen", sagt er und zieht fest am kabeldünnen Stämmchen.

Den "Neheimer Pflanzspaten" hat Martin Nolte von der Waldarbeiterschule selbst erfunden. "Nach Kyrill waren Innovationen nötig", erklärt der Forstexperte. Rationalisierungszwang eben. Es mussten Pflanzverfahren her, mit denen sich in möglichst kurzer Zeit möglichst viele junge Bäume setzen lassen - mit einer Technik, die sich in Windeseile lernen lässt. Das alles bietet der neue Spaten: Die Pflanztechnik ist kinderleicht, der Baum steht sofort gerade, der Griff ist ergonomisch und rückenschonend gebogen.

An 30.000 Baum-Setzlingen im Sauerland hat sich der Spaten schon bewährt. Nolte und die Auszubildenen der Waldarbeiterschule haben es getestet. Jetzt soll das Patent weltweit vertrieben werden - mit dem dicken, grünen Schriftzug "Neheim" auf jedem einzelnen Stiel.

Im Geschäft gibt's den Spaten allerdings nicht, erklärt Nolte. Dafür fehle der Markt. Wer wolle schon einen Wald im eigenen Garten setzen?

WESTFALENPOST
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