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Alte Eichen werden zu neuen Skulpturen

14.07.2008

Vorbereitungen zum Kunstsommer 2008 laufen an

Der Laster schwankt bedenklich, als Andreas Bootz mit der ferngesteuerten Greifzange versucht, den dicken Eichenstamm von der Ladefläche zu wuchten. "Da geht er fast in die Knie", sagt der Fachmann über seinen Kran. Bis zu drei Tonnen wiegt jeder Baumstamm. Schwerer hätten sie nicht sein dürfen.

Nun liegen vier Eichenstämme am Ufer in Höhe der Marienbrücke an der Ruhr und warten auf den Kunstsommer. Eigentlich sollten nur drei der Kolosse geliefert werden, nun sind es vier. "Das macht nichts", sagt Dr. Jürgen Richter, Leiter des Kulturbüros. Irgendeine Verwendung für die zusätzliche Eiche wird sich finden.

Am 4. August werden die Baumstämme aufgestellt und dann sollen große Skulpturen aus ihnen geschnitzt werden - und die Arnsberger Bevölkerung kann dabei zu sehen. "Wir stellen Bänke auf und jeder kann sich hier hinsetzen und miterleben, wie Kunst entsteht", sagt Richter.

Aus dem ehemaligen Kurfürstlichen Tiergarten und heutigem Naturreservat in Obereimer stammen die 200 Jahre alten Eichen, die vom Landesbetrieb Wald und Holz zur Verfügung gestellt werden. "Sie hätten sowieso entfernt werden müssen", erklärt Förster Wolfram Blanke. Es freut ihn, dass die Bäume jetzt nicht einfach irgendwo verschwinden, sondern künstlerisch bearbeitet und anschließend am Ruhrtalradweg ausgestellt werden.

Auch Shapoor Engineer ist zufrieden mit der Ware. Der Kettensägenkünstler aus Arnsberg organisiert die Bearbeitung im Rahmen des Kunstsommers. Er hatte die Stämme im Vorfeld ausgesucht und darauf geachtet, dass er "die dicksten" bekommt. Engineer wird die Schnitzer während ihrer Arbeit am Ruhrufer betreuen. "Sägen auftanken, Sägen scharfmachen und Getränke reichen", zählt er seine Aufgaben auf. Denn aus eigener Erfahrung weiß er: Das Kunstwerk wird am besten, wenn die Künstler gut versorgt sind und das Drumherum stimmt. Und das zu bearbeitende Material könnte besser nicht sein: "Echte deutsche Eiche."

Weitere Informationen zum Kunstsommer 2008 finden Sie unter www.kunstsommer-arnsberg.de.

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