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Seminargebäude weitgehend aus Holz

23.06.2008

"Außen innovativ und innen Erfolg versprechend."

So charakterisierte Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg das neue Seminargebäude des Forstlichen Bildungszentrums für Waldarbeit und Forsttechnik (neue Bezeichnung der ehemaligen Waldarbeitsschule), dass er gestern einweihte. Rund 4,6 Millionen Euro hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW in das Gebäude, das dem Bildungszentrum vermietet wurde, investiert. Passend zu dem Naturprodukt, um das sich in der Einrichtung alles dreht, wurden auf einem massiven Untergeschoss Wände und Decken der übrigen Etagen aus Holz gebaut. Außerdem wurde das Bildungszentrum ausgerüstet mit einer umweltfreundlichen Heizungsanlage, die mit preisgünstigen Holzhackschnitzeln betrieben wird und nun Neu- sowie Altbau versorgt.

In dem Neubau sind vier Lehrsäle, Büroräume, Werkhalle, Magazin, Lager und ein Freizeitbereich mit Sauna und Fitnessstudio entstanden. Im Obergeschoss wurden 19 Internatszimmer eingerichtet, die die Übernachtungsmöglichkeiten mit 70 Betten im Altbau ergänzen. Im Altbau, wo sich neben dem Verwaltungstrakt auch Seminarräume befinden, standen bisher etwa 3600 Quadratmeter Fläche (ohne eine alte Werkhalle, die dem Neubau weichen musste) zur Verfügung. Jetzt sind weitere 2800 Quadratmeter dazu gekommen.

"Ein Ziel der Landesregierung ist die Schaffung moderner und zukunftsfähiger Arbeitsplätze", sagte Uhlenberg. Die Ankündigung, Arnsberg zur "Hauptstadt des Clusters Wald und Holz" zu machen, werde umgesetzt. Bürgermeister Hans-Josef Vogel bedankte sich dafür ausdrücklich. "Arnsberg wird immer mehr zum Dienstleistungszentrum für die berufliche Aus- und Fortbildung", stellte er fest.

Das Forstliche Bildungszentrum ist heute Schwerpunktaufgabe des Landesbetriebs Wald und Holz NRW und gehört zum Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald. Jahr für Jahr nehmen hier mehr als 2000 Personen am Aus- und Weiterbildungsprogramm teil, darunter 300 angehende Forstwirte, die den Berufsschulblockunterricht und den überbetrieblichen Teil ihrer Ausbildung absolvieren. "Der gute Ruf der Schule", so erinnerte Uhlenberg, "hört an der Landesgrenze nicht auf, sondern ist auch bei unseren europäischen Nachbarn bekannt."

Minister und Bürgermeister wurden mit einer echten Innovation beschenkt: mit dem "Neheimer Pflanzspaten". Dieses Werkzeug, das unter dem Namen vertrieben wird und dem Gebrauchsmusterschutz unterliegt, wurde in dem Bildungszentrum in Neheim entwickelt. Es ermöglicht ein kraftsparendes und rückenschonendes Arbeiten.

Die Einweihungsfeier konnte sogar aus der Vogelperspektive beobachtet werden. Denn über dem Gelände schwebte der "Airrobot", ein ferngesteuerter Minihubschrauber mit Videokamera, der seine Aufnahmen per Funk auf eine Leinwand am Boden lieferte.

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