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Nach 'Kyrill' gilt striktes Waldverbot!

08.02.2007

Die Verwaltung informiert den Rat der Stadt Arnsberg über die Auswirkungen des Orkans "Kyrill" innerhalb der Stadt.

Stadtförster Peter Noseleit brachte es gestern Abend auf den Punkt: "Wer nach dem Orkan in den Wald geht, der muss damit rechnen, dass er in Lebensgefahr ist. Es herrscht striktes Waldverbot". Die Aufräumarbeiten werden mindestens noch ein Jahr andauern.

Anhand einer Mitteilungsvorlage (pdf, 49 KB) für den Rat der Stadt Arnsberg berichtete Dr. Gotthard Scheja vom Umweltbüro der Stadt über die Auswirkungen des Orkans Kyrill (pdf, 3.110 KB) in der Stadt Arnsberg.

Im Bereich des Forstamtes Arnsberg (Arnsberg und Sundern) wurden nach ersten Schätzungen ca. 1,2 Mio. Festmeter zerstört, überwiegend sind es Fichten, aber auch Buchen wurden zerstört. Im Arnsberger Stadtwald ist der östliche Teil (Arnsberg, Ochsenkopf, Hellefelder Höhe), wesent-lich stärker betroffen, als der westliche Stadtteil Neheim, bei dem ca. 10.000 Festmeter vernichtet wurden.

Stark hat es auch die Forstbetriebsgemeinschaft Holzen getroffen. Der angerichtete Schaden umfasst etwa 100.000 Festmeter. In Euro kann der Schaden noch nicht beziffert werden. Die Aufräumarbeiten erfolgen durch eigene Kräfte, aber technisch (Gerätschaften wie Ketten-Vollernter, Kurzholzrückezüge, Langholz-Rückeschlepper) und personell wird auf die Mithilfe von Forstwirten (u.a. aus Baden-Württemberg) zurückgegriffen.

Leichtsinn kennzeichnet das Verhalten der Menschen, die offenbar die Gefahr ignorieren: Die Wege im Neheimer Stadtwald sind zwar freigeräumt, aber es besteht weiterhin (Lebens-)Gefahr durch umknickende Bäume. Weitere drei Jahre werden benötigt, um den Holzverkauf zu betreiben, die Aufforstung wird Jahre dauern und kann Sägewerke mittel- bis langfristig vor Probleme stellen. Mit den Aufräumarbeiten werden Lagerflächen (nasse Lagerplätze schützen das Holz vor Schädlingsbefall, erforderlich sind aber auch trockene Lagerplätze) benötigt, um das Holz logistisch (Bahn/Lkw) abzufahren. Als sogenannte nasse Lagerflächen nannte Dr. Scheja Wildhausen, Altes Feld, Gewerbegebiet Niedereimer Feld, als Trockenlager das Gewerbegebiet Gut Nierhoff II sowie (im Notfall) die ehemalige Schlammdeponie auf Bergheim. Welcher Standort ausgesucht wird, soll im Gespräch mit der Wirtschaftsförderung (wfa) geklärt werden. Derzeit wird mit Holzkäufern über kurzfristig abnehmbare Mengen verhandelt.

Dr. Scheja betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften der Feuerwehr mit Forstbehörden und Technischen Diensten. Allerdings seien bei der Kommunikation in den Bereichen Neheim, Bachum und Voßwinkel wegen Überlastung des Funknetzes Schwierigkeiten aufgetreten. Die Einsatzleitstelle sei bei der Koordination am 18. Januar überfordert gewesen, die über 200 Einsätze für das Stadtgebiet Arnsberg wurden aus dem Einsatzleitwagen koordiniert. Am Orkantag waren ca. 220, am Folgetag ca. 130 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Kosten sind noch nicht genau ermittelt.
WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU
NETZWERK WALD UND HOLZ ARNSBERG
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