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Es besteht weiter Lebensgefahr!

06.02.2007

Betretungsverbot der Wälder bleibt bestehen.

Stadt und zuständiges Forstamt appellieren dringend an die Bevölkerung, die nach dem verheerenden Orkan "Kyrill" verhängten Betretungsverbote für den umliegenden Wald zu beachten. Denn auch weiterhin bestehe akute Lebensgefahr. Wie lange diese behördliche Anordnung noch Bestand haben wird, ist derzeit überhaupt nicht absehbar.

Die Experten befürchten, dass vor allem schönes Wetter die Spaziergänger dazu verleiten könnte, die deutlich sichtbar angebrachten Verbotshinweise zu missachten. Doch das könnte verheerende Folgen haben. Denn viele der Bäume, die dem Orkan zumindest dem oberflächlichen äußerem Anschein nach widerstanden haben, stehen unter Spannung oder deren Äste sind angebrochen. "Schon ein kleiner Auslöser wie eine harmlose Windböe", sagt Stadtsprecherin Dr. Katrin Henneke, "kann eine Katastrophe verursachen."

Das Betretungsverbot für den Forst ist zunächst zeitlich unbegrenzt. Denn nach ersten Schätzungen sei allein für die Aufarbeitung der Schäden in den Waldflächen, die sich im Besitz der Stadt Arnsberg befinden, mindestens ein Jahr erforderlich. Immerhin hat "Kyrill" hier rund 70.000 Festmeter Fichte geschmissen - normalerweise die forstwirtschaftliche Ernte von vier bis fünf Jahren. So sind derzeit die zuständigen Mitarbeiter von Forst und Stadt vollauf damit beschäftigt, das Holz zu bergen, ehe sich im Frühjahr Borkenkäfer und Co. daran gütlich tun. Zusätzlich sind rund 25 weitere Hilfskräfte - vorwiegend aus Baden-Württemberg vor Ort. Darunter hochkarätige Fachleute. "Dieser Umstand ist für uns ein großer Glücksfall", so Henneke. Denn: Müssen viele andere Städte und Gemeinden Arbeitskräfte in ganz Europa anwerben, war aufgrund persönlicher Kontakte einiger Arnsberger Förster diese schnelle Lösung möglich. Wäre dies nicht der Fall gewesen, würden die Arbeiten erheblich mehr Zeit verschlingen.

Im Wald zum Einsatz kommt schwerstes Gerät. Darunter ein "Königstiger". Kein Relikt aus dem vergangenen Krieg, sondern ein hochmoderner Kettenvollernter mit Baggerarm und Motorsäge. "Wir können schließlich unsere Leute nicht einfach in den Wald hineinschicken. Das wäre für sie lebensgefährlich", erläutert Dr. Katrin Henneke. Deshalb der konzentrierte Maschineneinsatz.

Letztendlich noch ungeklärt sei dagegen, für welches Modell für die Beseitigung der Orkanschäden sich die Stadt entscheiden werde. Hier, so Henneke, gebe es zwei Lösungsmöglichkeiten: Entweder den Wald wieder zügig begehbar machen, aber dabei auch alle Bäume fällen, von denen eine Gefahr ausgehen könnte, oder den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich halten und zunächst alle umgestürzten Bäume aus dem Wald schaffen. Was u.a. das Betretungsverbot - betroffenen neben Spaziergängern, Joggern, Walkern auch Jäger und Touristen - verlängern würde. Eine Entscheidung, die im politischen Raum getroffen werden müsse.

Die Kosten, die "Kyrill" so der Stadt völlig überraschend in der Nachweihnachtszeit beschert hat, sind dabei überhaupt noch nicht kalkulierbar. "Bis zu einer exakten Bestandsaufnahme wird wohl noch einige Zeit vergehen", heißt es dazu aus dem Rathaus. Denn neben der Schadensbeseitigung werden u.a. Aufforstung und Wiederherstellung der durch die schweren Rückearbeiten zerstörten Wege erforderlich.
WESTFALENPOST
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