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Neues Wohngebiet in den Ruhrauen

30.01.2007

"Wald und Holz" wird das große Thema für Arnsberg in den nächsten Jahren. Die Stadt setzt auf Holz als Baustoff.

Bildmontage des geplanten Wohngebietes Ruhrauen
Häuser aus Holz mit moderner Architektur
Entwurf für die Ruhrauen
(Bildmontage: Architekturbüro Reichardt)
"Wald und Holz" wird das große Thema für Arnsberg in den nächsten Jahren: Wenn, wie erwartet, der Landesbetrieb Wald von Münster nach Arnsberg umsiedelt, verspricht man sich davon noch mehr: Tagungen könnten im neuen forstwirtschaftlichen Zentrum des Landes stattfinden, Verbände sich hier ansiedeln. Ganz praktisch sollen Produkte des Waldes auch bei den Bürgern ankommen: So setzt die Stadt auf Holz als Baustoff und Energieträger.

In den Ruhrauen, dort wo früher die Automobilbetriebe Rosier bzw. Hoevel waren, soll ein neues Wohnbaugebiet entstehen, in dem die Häuser komplett in Holz-Rahmenbauweise erstellt werden. "Das bedeutet allerdings nicht, dass es sich um eine Siedlung in Blockhütten-Optik handelt", unterstreicht Stadtplaner Thomas Vielhaber. Vielmehr sollen dort in moderner Architektur modular aufgebaute Häuser entstehen, deren Wände zwar nicht aus Stein, sondern aus Holz sind, die aber von außen wie ein "normales" Haus verputzt sind.

Erste Vorentwürfe des Essener Architekturbüros Prof. Reichardt liegen der Stadt Arnsberg vor - sie sind Grundlage für Gespräche mit Investoren. Nach Vorgesprächen mit mehreren Interessenten stehe die Stadt nun in engen Verhandlungen mit einer Investorengruppe, teilte Vielhaber mit. Wann die Bauarbeiten beginnen können, sei allerdings noch offen.

Die in den Ruhrauen entstehenden Wohnhäuser wären nicht die ersten der "Holz-Initiative" der Stadt. So wurde bei Schulerweiterungen in Neheim auf Holzbauweise gesetzt, auch weitere Schulbauten sollen auf diese Weise erfolgen. "Auch als erneuerbare Energiequelle wird Holz bei kommunalen Projekten verstärkt genutzt", sagt Bernd Wisser vom Bürgermeisteramt der Stadt. So ist beabsichtigt, eine Hackschnitzelheizung für ein Schulzentrum zu bauen - vermutlich im Bereich des Zentrums am Berliner Platz.

Die Entscheidung über die Umsiedlung des Landesbetriebes "Wald und Holz" von Münster nach Arnsberg wird am 28. Februar im Landtag fallen. Erst danach will die Stadt sich intensiver darum kümmern, wo die Behörde dann einziehen könnte. Eine handvoll Standorte in Alt-Arnsberg dürften der Stadtverwaltung gleichwohl schon vorliegen. Unklar ist allerdings noch, mit wievielen Beschäftigten der Landesbetrieb umzieht. Zuletzt wurde eine Zahl von etwa 80 Mitarbeitern genannt. Ist der Landesbetrieb in Arnsberg, erwartet Bürgermeister Hans Josef Vogel davon weitere Forst-Akzente für die Stadt. So könnte es hier verstärkt Tagungen und Kongresse rund um das Thema "Wald und Holz" geben, auch Verbände aus diesem Umfeld könnten sich in Arnsberg niederlassen.
Dass die Ansiedlung des Landesbetriebes eine Kompensation für die geplante Auflösung der Bezirksregierung sein könnte, glaubt Bürgermeister Vogel nicht. "Man hat uns versichert, dass dies nicht der Fall sei!"
WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU (Heinz Krischer)
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