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Verbände unterstützen Uhlenbergs Forstreform

22.10.2006
Foto Wald
Der Waldbauernverband NRW, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) und das NRW-Umweltministerium stimmen nach einem Spitzengespräch darin überein, dass die von der Landesregierung beschlossenen Eckpunkte zur Neustrukturierung des Landesbetriebes Wald und Holz dem Privatwald in NRW neue Chancen zur Stärkung seiner forstlichen Zusammenschlüsse bieten. Im Interesse seiner Mitglieder vor allem im Kleinprivatwald hat der Waldbauernverband stets den Verbleib des Försters in der Fläche gefordert. "Für uns Waldbesitzer geht es darum, unsere hohen Holzvorräte zu mobilisieren. Hierbei ist im Privatwaldland NRW der Förster vor Ort eine unverzichtbare Hilfe. Mit den verbleibenden 300 Forstrevieren ist die notwendige Flächenpräsenz gewährleistet", erklärt Dietrich Graf von Nesselrode, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW.

Waldbauernverband, WLV und RLV halten es für richtig, dass der neugeschaffene Landesbetrieb Wald und Holz die Zahl seiner lokalen Außenstellen (Forstämter), auch vor dem Hintergrund der knappen Landesfinanzen, von sich aus reduzieren will. Der Waldbauernverband ist bereit, in die Zukunft zu schauen, erforderliche Reformen mitzutragen und im Interesse seiner Mitglieder weiterhin eng mit dem Landesbetrieb Wald und Holz zusammen zu arbeiten. Auch WLV und RLV werden die Reformbemühungen unterstützen.

Umweltminister Eckhard Uhlenberg begrüßt das Engagement des Waldbauernverbandes, die Gründung neuer Zusammenschlussformen zu initiieren: "Wenn der Privatwald angesichts der Konzentrationsprozesse auf der Abnehmerseite zukünftig eine eigenständige Position auf dem Holzmarkt dauerhaft einnehmen will, dann benötigt er andere Größenstrukturen."

Die Neugründung und Entwicklung bereits bestehender Forstwirtschaftlicher Vereinigungen als schlagkräftiges Instrument des privaten Waldbesitzes zur eigenständigen Vermarktung forstlicher Produkte und zur selbstorganisierten Bewirtschaftung seiner Flächen wird zukünftig noch stärker durch das Land NRW unterstützt. Hierzu wird das Land in gemeinsamen Pilotprojekten die neue direkte forstliche Förderung erproben, Investitionen Forstwirtschaftlicher Vereinigungen im DV-Bereich und Kommunikationsbereich finanziell unterstützen sowie in einer Übergangsphase zusätzliche Berater für Projekte der Holzmobilisierung und der Neugründung von Forstwirtschaftlichen Vereinigung zur Verfügung stellen.

Der Waldbauernverband NRW und das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz haben sich auf ein "Zeitfenster" zur Umstellung der bisher indirekten Privatwaldförderung in eine direkte Förderung verständigt. Hiernach soll eine neue Förderrichtlinie kurzfristig erarbeitet, dem Inkrafttreten jedoch eine 2- bis 3-jährige "Testphase" vorgeschaltet werden. Mit diesem "Zeitfenster" ist nach Ansicht beider Seiten eine sachliche Vorarbeit, andererseits aber auch eine gewisse Vorbereitungszeit für notwendige Anpassung der Privatwaldstrukturen gewährleistet.

Wichtig ist den Verbänden und dem Umweltministerium eine schnelle Umsetzung der Forstreform, um in neuen Strukturen die bewährte Zusammenarbeit zwischen Landesforstverwaltung und betreutem Waldbesitz in einer Einheitsforstverwaltung ohne Brüche fortzuführen und weiterzuentwickeln.

MINISTERIUM FÜR UMWELT UND NATURSCHUTZ,
LANDWIRTSCHAFT UND VERBRAUCHERSCHUTZ
DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN

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